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1861

IIDie erste Nacht

Conrad Ferdinand Meyer

Ich hört's im Traum und hör es noch erwacht: Ein Glockenreigen wandert durch die Nacht. Nicht Domesglocken sind es dumpf und schwer, Des Schaffners Herde weidet um mich her.

Sie läutete vom nahen Wiesenrain In die Gefilde meines Traums herein. Mir träumte von der Ahnen Burg so schön, Die auch umklungen wird von Herdgetön.

Vor zwanzig Jahren aus der Väter Haus Zog ich mit leichtem Wanderbündel aus. Ein redlich Stück von Arbeit ist getan, Nun hebt das Herdeläuten wieder an.

Der Reigen, der die Wiege mir umfing, Hallt wieder hell und schließt den Schicksalsring.

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