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1825–1898

Die Krypte.

Conrad Ferdinand Meyer

Baut junge Meister, bauet hell und weit Der Macht, dem Muth, der That, der Gunst der Stunde, Der Dinge wahr und tief geschöpfter Kunde, Dem ganzen Genienkreis der neuen Zeit!

Des Lebens unerschöpften Kräften weiht Die freud'ge, lichtdurchfluthete Rotunde — Baut auch die Krypte drunter, wo das wunde Gemüth sich flüchten darf in Einsamkeit:

Vergeßt die Krypte nicht! Dort soll sich neigen Das heil'ge Haupt, das Dornen scharf umwinden! Ich glaube: Ein'ge werden niedersteigen. Dort unten werden Ein'ge Trost empfinden.

Wir mögen, wenn die Leiden uns umnachten, Nicht Glück noch Ruhm, nur größern Schmerz betrachten.

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