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1825–1898

Das Geisterroß.

Conrad Ferdinand Meyer

Durch den dreigetheilten Bogen, Des Triumphes prangend Thor, Durch die lauten Menschenwogen Dort zum Capitol empor

Lenkt den Tanz der weißen Pferde Cäsar's lässige Geberde. Hinter des Triumphes Wagen Duldend oder grollend gehn

Ueberwundne. Ketten tragen Cäsar's lebende Trophä'n. „dieser!“ höhnt es im Gedränge, „dieser Trotz'ge!“ zischt die Menge.

Unberührt vom Hohn der Stunde, Starren, traumgefüllten Blicks, Geht, ein Singen auf dem Munde, Ruhig Vexcingetorix —

Fremde Weise, fremde Worte, Mit dem Geist an fremdem Orte: „cäsar, blendend weiße Rosse Hat Hispanien dir gebracht!

Ellid, edler Ahnen Sprosse, Dunkel ist er wie die Nacht — Deine Schimmel, deine viere, Tauscht' ich nicht mit meinem Thiere ...

Ellid heißt der wackre Jager Stark von Wuchs und fest im Bug, Welcher mich ins Römerlager Mit gewalt'gen Sprüngen trug ...

Der zum Opfer ich gegeben Mich für meines Volkes Leben!

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