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1866

2.

Conrad Ferdinand Meyer

Nieder trägt der warme Föhn Der Lauine fern Getön, Hinter jenen hohen Föhren Kann den dumpfen Schlag ich hören.

In des Lenzes blauen Schein Aus der Scholle dunkelm Schrein Drängt und drückt das neue Leben, Lüftet Kleid und Decken eben –

Von derselben Kraft und Lust Wächst das Herz mir in der Brust, Heute kann es noch sich dehnen Mit den Liedern, mit den Tränen!

Aber blauen wird ein Tag, Da sich's nicht mehr dehnen mag – Mit den Veilchen, mit den Flöten Kommt mich dann der Lenz zu töten.

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