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1778

Wonne der Liebe

Friedrich von Matthisson

Wer an der Geliebten Augen hangen, Wer mit Feuerinbrunst sie umfangen, Sich in ihrem Kuß berauschen kann, Welch ein hochbeglükter Mann!

Er verlacht das leere Weltgetümmel, Seinen Blik umschweben tausend Himmel, Gold und Ehr' ist ihm ein Kinderspiel, Groß und hehr ist sein Gefühl!

Könnten Engel Sterbliche beneiden, O! sie neideten ihm seine Freuden! O! sie tränken aus der Liebe Meer Ruh' und Seligkeit, wie er!

Lächelnd tanzt ihm Jahr auf Jahr vorüber, Und ein Kuß in jene Welt hinüber Ist dem Glüklichen, im Abendroth Seines Lebens, einst der Tod.

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