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1792

Todtenkranz für ein Kind

Friedrich von Matthisson

Sanft wehn, im Hauch der Abendluft, Die Frühlingshalm' auf deiner Gruft, Wo Sehnsuchtsthränen fallen. Nie soll, bis uns der Tod befreit,

Die Wolke der Vergessenheit Dein holdes Bild umwallen. Wohl dir, obgleich entknospet kaum, Von Erdenlust und Sinnentraum,

Von Schmerz und Wahn geschieden! Du schläfst in Ruh'; wir wanken irr Und unstätbang' im Weltgewirr Und haben selten Frieden.

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