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1779

Theon an Lyda

Friedrich von Matthisson

Nimmer, nimmer darf ich dir gestehen Was, beim ersten Drucke deiner Hand, Süsse Zauberin, mein Herz empfand! Meiner Einsamkeit verborgnes Flehen,

Meine Seufzer wird der Sturm verwehen, Meine Thränen werden ungesehen Dir, o Holde, rinnen, bis die Gruft Mich in ihr verschwiegnes Dunkel ruft!

Ach! du schautest mir so unbefangen, So voll Engelunschuld ins Gesicht, Wähntest den Triumph der Schönheit nicht! Lyda! Lyda! sahst du nicht den bangen

Blick der Lieb' an deinen Blicken hangen? Schimmerte die Röthe meiner Wangen Dir nicht Ahndung der verlornen Ruh' Meines hofnungslosen Herzens zu?

Daß uns Meere doch geschieden hätten Nach dem ersten, leisen Druck der Hand! Schaudernd wank' ich nun am jähen Rand Eines Abgrunds, wo, auf Dornenbetten,

Thränenlos, mit diamantnen Ketten, Die Verzweiflung lauscht. Ach! mich zu retten, Holde Feindin meiner Ruh', verbeut Dir des strengen Schicksals Grausamkeit!

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