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1783

Mitgefühl

Friedrich von Matthisson

Im Irrgang dieses Lebens Ists oft so bang' und schwül! Und mancher fleht vergebens Um Trost und Mitgefühl.

Du hast umsonst so sehnlich Zum Himmel nicht gefleht; Du fandst, dem deinen ähnlich, Ein Herz, das dich versteht.

Der Leiden Ueberfülle Versenk' in dieses Herz, Und weih' der Abendstille Nicht mehr den stummen Schmerz!

Blick auf, o Hoffnungslose! Hoch in der Zukunft Hain Entknospet Ros' auf Rose, Den Weg dir zu bestreun!

Den Weg, wo Morgenschauer Durch alle Pulse dringt, Und los von jeder Trauer Dein edler Geist sich ringt!

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