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1796

Ländliches Denkmal

Friedrich von Matthisson

Kreuze weihte die Armuth hier zum stillen Denkmal häuslicher Tugend, werth des Marmors Der Triumfe verherrlicht, werth der schönern Zähre der Nachwelt.

An der Linde des Kirchhofs winkt ein Grabstein. Statt heraldisches Prunks, nur eine Rose! Statt der Schriften von Gold, nur schwarze Lettern: „Leser, so war Sie!“

Ihn, den dörflichen Jüngling, der mit roher Kunst dem Grabe der Braut dies Mal gebildet, Deckt ein Hügel zur Seit', in deiner Dämmrung, Weide der Thränen!

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