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1778

An Damons Garten

Friedrich von Matthisson

Blühender Garten! deine Apfelbäume, Deren röthliche Loken Zefir küßte, Und die dichtverschlungenen Schattenarme Deiner Alleen,

Wo, in geheimer Dämrung, Maienkäfer, Um die Stunde der Abendgloke, sumten, Turteltauben Klage begannen, werd' ich Nimmer vergessen!

Ach! es entrauschte manche Wonnestunde, Beim sokratischen Mahl, an Damons Busen, Mir im süßvertraulichen Dunkel deiner Blütengewölbe!

Schönster der Erdengärten! sei noch lange Meiner heiligen Freuden stiller Tempel! Jener Freuden, welche die Unschuld Schwester Nennen und Freundin!

Winket der Todesengel meine Seele Zu den Sternen empor: so überschatte Jenes dichte Rosengebüsch den Hügel Meiner Gebeine!

Freudig entschwebt dann, seinen Lichtgefilden, Oft mein glüklicher Geist, und lispelt leise, In die Seelen der Guten, die dort klagen, Ahndung des Himmels!

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