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1787

34. Serenade

Maler Müller

Laß, o stille Nacht, Auf den, der harrend wacht, Zwei Sternlein blicken, Sein Herz zu beglücken,

Das in Sehnsucht bricht! O du Süße, Reine, Die in Lieb ich meine, Höre, was bittend die Lippe spricht:

Zaud're nicht! zaudre nicht! So oft in Schlummer Mein Herze schlägt, Nach der die Sehnsucht

Es mir bewegt; So oft am Tage Geheime Klage Der Seufzer trägt:

Dir, dir alleine, Du Süße, Reine, Der Seufzer gilt. O höre, was bittend die Lippe spricht:

Zeige dein liebliches Angesicht! Leise hauchen Abendwinde Durch der Blüten Gold. Ach, versteh's! Sie sprechen linde:

Sei mir hold! Vom Himmelsblau Perlet Thau; Sollen Thränen ihn mehren?

O Süße, Reine, Du nur die Eine, Für die ich lebe Für die ich strebe,

Willst du mir wehren Der Aeuglein Schein? Soll Nacht in mir, wie um mich sein? O höre, was bittend die Lippe spricht:

Neige mir milde dein Angesicht! Ach, du schweigest! Schlummerst du? – O walle hernieder Mit leisem Gefieder,

Schlummer der Ruh; Siegle das liebe Augenlid zu! Zaubre, ich flehe,

Daß vor ihr stehe Im Traum mein Bild! O Süße, Reine, O schlumm're mild.

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