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1787

11. Nachruf der Freunde

Maler Müller

Im schnellen Flug der Horen Schwand deiner Nähe Glück, Was wir in dir verloren, Bringt uns kein Wunsch zurück.

Wie hofften wir im Lenze Des Bundes uns zu freun, Und heitre Blumenkränze Auf deinen Pfad zu streun!

Doch wie des Traums Entzücken Beym Strahl des Morgens flieht, Entschwebst du unsern Blicken, Da kaum der Frühling glüht.

Dir blüht, wo du auch weilest, Rings um dich Zauberflur; Uns wird, da du enteilest, Entzaubert die Natur.

Zur Treue still verbunden Bleibt unser Kreis umschwebt, Vom Schatten sel'ger Stunden Die einst dein Hauch belebt.

Oft wird im trunknen Wähnen, Wann Trennungstage flieh'n, Der Geist in leisen Tönen Zu dir hinüber zieh'n.

Oft wird am Wasserfalle, Den du so gern besucht, Im spiegelnden Crystalle Von uns dein Bild gesucht.

Wo Buchen sanft umdüstern Der Felsen Wände Moos, Entsteigt dann unter Flüstern Dein Nahm' der Wellen Schooß!

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