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1630

77.An die Kunst-Göttinnen

Friedrich von Logau

Ihr, ihr süssen Zucker-Mägdchen, Ihr, ihr zärtsten Pindus-Töchter, Seyd nicht wie die andern Jungfern, die da treiben ein Gelächter, Wann ein Haar-bereiffter Buler, wann ein Gicht-gekränckter Freyer Ihnen anzeigt seine Flammen, ihnen anstimmt seine Leyer.

Ihr, ihr schönen, Ihr, ihr lieben, habet Lust an reiffen Sinnen, Wolt am ehsten die begunsten, wolt am liebsten lieb gewinnen, Die durch vieler Jahre wissen, die durch vieler Jahr erfahren, Innerlich sich schön und hurtig voller Geist und Witz gebahren.

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