Skip to content
1890

Das Vergißmeinnicht

Hermann Löns

Es ging eine Jungfrau zart und fein, Eia popeia, schlaf ein mein Kind, Die ging am Bache ganz allein, Suse la suse, es weht der Wind;

Wollte pflücken die Vergißmeinnicht, Vergißmeinnicht verwelken nicht, Und wenn man sie auch bricht. Schönes Mädchen, du gefallest mir,

Eia popeia, schlaf ein mein Kind, Vergißmeinnicht die suchen wir, Suse la suse, es weht der Wind; Wollen pflücken die Vergißmeinnicht,

Vergißmeinnicht verwelken nicht, Und wenn man sie auch bricht. Eh daß vergangen war der Tau, Eia popeia, schlaf ein mein Kind,

Da war gepflückt das Blümlein blau, Suse la suse, es weht der Wind; Gepflückt war das Vergißmeinnicht, Vergißmeinnicht verwelken nicht,

Und wenn man sie auch bricht. Nun hab' ich mein Vergißnichtmein, Eia popeia, schlaf ein mein Kind, Es schreit und will nicht stille sein,

Suse la suse, es weht der Wind; Ich hab' gepflückt Vergißmeinnicht, Vergißmeinnicht verwelken nicht, Und wenn man sie auch bricht.

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
Das Vergißmeinnicht · Hermann Löns · Poetry Cove