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1862

Wetterleuchten

Hermann von Lingg

Längs der dunklen Berge fährt Wetterleuchten durch die Nacht, Ein gezücktes Racheschwert, Eine stumme Geisterschlacht.

Recht und Freiheit blühen kaum Auf Momente nur der Welt, Von der Dichtung schönem Traum Wird sie flüchtig nur erhellt.

Gutes müßte siegreich sein, Hielt' Gerechtigkeit ihr Wort – Ist sie nur ein Flammenschein, Wie das Wetterleuchten dort?

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Wetterleuchten · Hermann von Lingg · Poetry Cove