Skip to content
1862

Ausgleich

Hermann von Lingg

Wir tun so manches Böse nicht, Das wir doch heimlich bei uns nähren, Nur weil es uns an Mut gebricht, Wenngleich dazu wir fähig wären.

Manch schwer Gewitter rückt heran Und wendet plötzlich ab sein Wüten. Sein Blitz folgt einer andern Bahn Und schmettert dort in Staub die Blüten.

Klopf jeder an sein Herz, wer heil Und schuldlos hinlebt seine Tage Und du, halt nicht so hoch und steil, Gerechtigkeit, die strenge Wage!

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
Ausgleich · Hermann von Lingg · Poetry Cove