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1862

9. Für immer

Hermann von Lingg

Einmal hast du – o der Stunde! Schlummernd mir im Arm geruht, Meinen Kuß noch auf dem Munde, Auf den Wangen welche Glut!

O wie da die Pulse flogen! Lauschend jedem Atemzug, Fühlt' ich an des Busens Wogen, Wie dein Herz an meines schlug.

Das wird nie vergessen werden, Das verlöscht kein andrer Tag, Nicht das größte Glück auf Erden, Nicht des Anglücks schwerster Schlag.

Eine Flamme, nie verglühend, Ein lebend'ger Edelstein, Lebt mir der Gedanke blühend: Einmal so und ewig mein!

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