Skip to content
1862

6. Weltumschau

Hermann von Lingg

Dort möcht' ich weilen an des Ganges Bronnen Auf Himalaja's Höh'n und ungeblendet Schaun, wie den Bergaltären Feuer spendet Das ewig neugeborne Licht der Sonnen.

Ich schaute, wie zum Tal von Nacht umronnen Der Bergstrom sich beleuchtet niederwendet, Wie hier im Fels die Pflanzenwelt verendet Und blühend dort die Gletscher hält umsponnen;

Wie Blitze hier, dort Wolken niedertauen, Wie endlos Nebel um die Pole grauen, Wie um den Gleicher die Vulkane rauchen, Und wie in stetem Saugen und Verhauchen

Die Lebenskräfte sprudeln und verfließen Und Blumen gleich sich öffnen und sich schließen.

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
6. Weltumschau · Hermann von Lingg · Poetry Cove