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1862

1.

Hermann von Lingg

Zwei Felsen stehn und werden stehn und ragen, Der Zeit zum Trotz, und neben der Geschlechter Und ihres Wegs Umwandlung in gerechter Verehrung aller Welt, umblüht von Sagen.

An Chios' rebumrankten Sarkophagen, Dem Fels Homers, der Mythen grauem Wächter, Tönt mit des Meers unendlichem Gelächter Sein Lied, gleich unerschöpft, von Tag zu Tagen.

Ein andrer, nicht so sonnig, ragt im Norden, Und wie der düstrer scheint hinabzuschauen Zum Grund der See, aus dem er einst geworden: So blickt auch Shakspeare's Geist durch Nacht und Grauen

Zum Grund des Seins; der Vorzeit Schatten gleiten Um ihn im Morgenlicht der neuen Zeiten.

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