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1844–1909

Herzog Knut der Erlauchte.

Detlev von Liliencron

In Schleswig hält seinen Hof Herzog Knut, Sein Gelbhaar quillt aus dem Eisenhut, Den Frieden gab er, daß Jeder schlief Der Ärmste selbst hatte Siegel und Brief,

Zart lag in seinem Arm stahlhart Und jubelnd patscht nach dem langen Bart Im Winter elf Hundert dreißig und ein, Ein Ritter sprengt ins Thor herein,

König Magnus schrieb: Es treibt mich fort, Herzog Knut gieb mir dein Fürstenwort, Der Herzog nahm Abschied. Sein Auge blau Jens Wohnsfleth und Iven Reventlow

Und als er kam in Roeskilde Ort, Die Bäume raunen von Frevel und Mord, Acht Tage war Jagd und Trinken und Tanz, Und als genug der Firlefanz,

„die Weiber horchen an Vorhang und Spalt, Laß gehen uns in den dunklen Wald, Wie war der Wald so weiß und still, Fern von der Weltesche Yggdrasil

Tuk Ebbson, der Bote, sang vor sich hin, Und leise sang er vor sich hin, Der Herzog hört nicht. Mit fröhlichem Sinn Tuk Ebbson, der Bote, singt vor sich hin,

König Magnus sitzt auf dem Eichenstumpf, Unterm Bärenpelz und Wolffellstrumpf Auf springt er, als er den Herzog erschaut, Er küßt ihn auf die Lippen traut,

Dann tritt er zurück und klatscht in die Hand, Und an der Waldblöße lichten Rand „nun soll es sich zeigen, beim heiligen Christ, Dem Herzog ließ er keine Frist,

Und schlug ihn tot. Der Herzog fiel Der König trocknet Axt und Stiel, Wie war der Wald so weiß und still, Fern von der Weltesche Yggdrasil

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