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1863

Dorfkirche im Sommer

Detlev von Liliencron

Schläfrig singt der Küster vor, Schläfrig singt auch die Gemeinde, Auf der Kanzel der Pastor Betet still für seine Feinde.

Dann die Predigt, wunderbar, Eine Predigt ohne Gleichen. Die Baronin weint sogar Im Gestühl, dem wappenreichen.

Amen, Segen, Thüren weit, Orgelton und letzter Psalter. Durch die Sommerherrlichkeit Schwirren Schwalben, flattern Falter.

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