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1912

Vergnügtes Mädchen

Alfred Lichtenstein

Sieh doch, so ein feines Luder! Diesmal hatt' ich wirklich Schwein. Sein Gesicht ist weiß wie Puder – Louis, nimm ihn! Laß mich sein ...

Wird sich noch ein Bein ausrenken – Oder schlägt an einen Pfahl – Hui, der wird sein Lebtag denken An den heut'gen Karneval.

Kannst ihn ganz allein behalten ... Daß dich nur kein Wachmann faßt – Geh doch zu der Sau, der alten, Die du ja viel lieber hast.

Ich find alle Tage einen Neuen Freund ... ich brauch dich nicht. Louis schielt nach meinen Beinen, Schimpft. Und schlägt mich ins Gesicht:

„Wirst du gleich ihn bei den Füßen Fassen ... Quatsch nicht ... So ... Gradaus. Warte, Schleimstück, du sollst's büßen, Kommst du erst mit mir nach Haus!“

Mich ergreift ein tolles Fieber. Hiii – ich freu' mich fürchterlich. Endlich wieder ist mein lieber Süßer Schieber geil auf mich.

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