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1913

Die Welt

Alfred Lichtenstein

Viel Tage stampfen über Menschentiere, In weichen Meeren fliegen Hungerhaie. In Kaffeehäusern glitzern Köpfe, Biere. An einem Mann zerreißen Mädchenschreie.

Gewitter stürzen. Wälderwinde blaken. Gebete kneten Fraun in dünnen Händen: Der Herr Gott möge einen Engel senden. Ein Fetzen Mondlicht schimmert in Kloaken.

Buchleser hocken still auf ihrem Leibe. Ein Abend taucht die Welt in lila Laugen. Ein Oberkörper schwebt in einer Scheibe. Tief aus dem Hirne sinken seine Augen.

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