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1912

Der Winter

Alfred Lichtenstein

Von einer Brücke schreit vergrämt ein Hund Zum Himmel ... der wie alter grauer Stein Auf fernen Häusern steht. Und wie ein Tau Aus Teer liegt auf dem Schnee ein toter Fluß.

Drei Bäume, schwarzgefrorne Flammen, drohn Am Ende aller Erde. Stechen scharf Mit spitzen Messern in die harte Luft, In der ein Vogelfetzen einsam hängt.

Ein paar Laternen waten zu der Stadt, Erloschne Leichenkerzen. Und ein Fleck Aus Menschen schrumpft zusammen und ist bald Ertrunken in dem schmählich weißen Sumpf.

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Der Winter · Alfred Lichtenstein · Poetry Cove