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1829

Zögerung

Nikolaus Lenau

Beschritten schon von seinem Reiter, Rafft auf der Weide noch das Roß Die letzten Halme, will nicht weiter, Bis ihm der Sporen scharfer Stoß

Gewaltig in die Seiten dringt Und es im Sturm von dannen zwingt. Und fühlt der Mensch mit bleichem Beben Den Tod ihm sitzen am Genick,

So klammert sich sein Fuß ans Leben, Er bettelt um den Augenblick, Bis rauh der Tod die Geißel schwingt Und ihn mit Macht von dannen zwingt.

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