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1836

Tod und Trennung

Nikolaus Lenau

Gottes Milde mocht es fügen, Liegt ein Mensch in letzten Zügen, Stehn am Sterbepfühl die Seinen, Daß sie müssen weinen, weinen;

Daß sie nicht vor Tränen schauen Das unnennbar bange Grauen, Wie der Geist verläßt die Hülle, Letztes Zucken, tiefe Stille.

Weh dem Tränenlosen, wehe, Der sich wagt in Sterbens Nähe, Denn ihm kann durchs ganze Leben Jenes Grauen heimlich beben.

Doch ein Anblick tiefrer Trauer, Bänger als des Sterbens Schauer, War es, könnt ein Aug es fassen, Wie zwei Herzen sich verlassen.

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