Siehst unser Hüttlein du im Abend schimmern? — Es lacht hinaus in's öde Heideland, Als wohnt' in ihm das Glück, das uns entschwand, Und nicht ein finstres Paar von Menschentrümmern.
Aus einer andern Zeit, der guten, alten, Als noch das Glück geruht in Hüttleins Schooß, Und reicher Segen das Gefild umfloß, Hat es die heitre Miene sich erhalten.
Hier sah man einst in schönen Sommertagen Die frohen Lämmer auf der Weide springen, Hier hörte man die Hirtenflöte klingen Und im Getreide hell die Wachtel schlagen.
Hier zog der Pfad durch frische Wiesengründe, Daß Abends er dem fröhlichen Gesellen Den schnellsten Weg zu seinem Liebchen künde; Nun wiegt kein Saatfeld seine goldnen Wellen,
Und Alles schläft in tiefer Heideruh. Der Pfad, der nichts der Liebe mehr zu künden, Schloß trauernd seine grünen Lippen zu; Und rings umher Vergessen und Verschwinden.
Das Hüttlein nur mit seinem Lindenbaume Ist nicht erwacht aus seinem holden Traume. — Ihm gleicht die Erde jenseits uns'rer Heide, Ob längst das Glück aus ihren Armen floh,
Die Erde thut, wie einst, noch immer froh, Und schmückt sich gerne mit dem Blüthenkleide; Getreu der alten, schon gedankenlosen Gewohnheit, trägt sie jährlich ihre Rosen. —
Hab' meine Lust, im Hüttlein dort zu hausen, Es ist so leicht gezimmert, leicht bedacht, Da hören recht wir's, wenn die Winde brausen, Und unser Schätzel kommt, die Wetternacht.
Bin gerne dort in heitern Abendstunden, Wenn schon der lezte Sonnenstrahl geschwunden, Wenn hell zu Sternen Sterne sich gesellen, Und unsre Hunde auf zum Monde bellen,
Wenn sich der stille, blasse schleicht heran, Als wollt' er diebisch unsrer Hütte nah'n, Und uns mit seinen leisen Silberhänden Den leichten Schlaf durch's Fensterlein entwenden. —
Freund! höre doch! wo wandert deine Seele, Derweil ich hier von Hütt' und Mond erzähle?
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