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1802–1850

Robert und der Invalide.

Nikolaus Lenau

Es bellen — sagtest du — zum Mondenschein Die Hunde; — ja — den Hunden hätt' ich sollen, Als einst der laute Ruf zur Schlacht erschollen, Zum Futter werfen lieber vor mein Bein,

Als daß ich's im berauschten Sturmesflug Zum blutgetränkten Opferherde trug. Zum Opferherde trug ich's? — Herd der Küche War jenes Leipzigfeld voll Flamm' und Rauch!

Zerrissne Glieder, Leichen, Donnerflüche, Gebrochne Waisen-, Mutterherzen auch, Das Schlachtgeflügel auch, — vom bösen Wetter Napoleon gejagt aus Frankreichs Auen: —

Das Alles ward vom Chor der Freiheitsretter In ein Gericht zusammen dort gehauen, Woran das Glück nun der Aristokraten Sich schwelgend mästet, da zu ihrer Schmach

Im Lande zieh'n verstümmelte Soldaten, Und betteln müssen um ein mildes Dach. Man hat ein Glied vom Leibe mir gerissen, Den schlechten Rest dem Hunger vorgeschmissen.

Das sind die Menschen ohne Dank nicht werth, Daß ich für sie gezogen einst mein Schwert, Daß ich ein Bettelkrüppel auf der Heide, Umhinke,

Und decke meinen Leib mit Bis diese dumpfe Trommel ausgeschlagen Den Trauermarsch: das Herz da stille steht, Und den vergessnen Staub der Wind verweht! —

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