Dort nach Süden zieht der Regen,
Winde brausen südenwärts,
Nach des Donners fernen Schlägen,
Dort nach Süden will mein Herz.
Dort im fernen Ungerlande
Freundlich schmuck ein Dörfchen steht,
Rings umrauscht von Waldesrande,
Mild von Segen rings umweht.
An des Dörfchens stillem Saume
Ist ein Hüttlein hingestellt,
Das in seinem engen Raume
Wahret meine Herzenswelt.
Bäume halten es umschlungen
Mit den Zweigen inniglich,
Bäume, die dem Wald entsprungen,
Sehnend nach dem Hüttlein sich.
Aus dem Fenster blickt nun schweigend
Lilla nach dem Wald hinaus,
Ihr Gesichtchen traurig neigend
Blickt sie nach dem Laubgebraus.
Und sie sieht's mit stillem Sinnen,
Und sie sieht es bang gerührt,
Wie die Wasser niederrinnen,
Wie der Wind das Laub entführt.
Lauter wogt der Bach und trüber,
Lauter wird der Lüfte Streit,
Hörbar rauscht die Zeit vorüber
An des Mädchens Einsamkeit.