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1802–1850

König und Dichter.

Nikolaus Lenau

Stolz flammt ein König dort auf erhabnem Thron, Befehl den Völkern winkt in die Fernen er, Denn scheu vor ihm zurück stets weiter Weichen die Gränzen des Reichs, und weiter.

Zum nahen Flug jezt lüftet der schnelle Tod Den Fittig, und — was flammte, das glimmt nur mehr; Er rauscht heran — sein starker Flügel Fächelt vom Throne herab die Asche. —

Dort singt ein Sänger hohe Begeisterung: Die Welle horcht, Wald, Thäler und Berge, selbst Die Götter horchen, seliger, und Sehnen vom hohen Olymp herab sich; —

Du winkst, o Tod; — er schweigt; der erstarrten Hand Entsinkt die Leier; doch im Triumfe führt Die Ewigkeit sein Lied davon, das Zürnend die Stärkere dir entrissen.

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