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1829

Himmelstrauer

Nikolaus Lenau

Am Himmelsantlitz wandelt ein Gedanke, Die düstre Wolke dort, so bang, so schwer; Wie auf dem Lager sich der Seelenkranke, Wirft sich der Strauch im Winde hin und her.

Vom Himmel tönt ein schwermutmattes Grollen, Die dunkle Wimper blinzet manches Mal, – So blinzen Augen, wenn sie weinen wollen, – Und aus der Wimper zuckt ein schwacher Strahl. –

Nun schleichen aus dem Moore kühle Schauer Und leise Nebel übers Heideland; Der Himmel ließ, nachsinnend seiner Trauer, Die Sonne lässig fallen aus der Hand.

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Himmelstrauer · Nikolaus Lenau · Poetry Cove