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1826

Die Mutter am Grabe ihres Kindes

Nikolaus Lenau

Husch! husch! wie braust der kalte Wind Über beschneite Gräber her! Unter dem Schnee da liegt mein Kind, In meinen Armen nicht mehr!

Wie seufzt das Totenkreuz so bang Vom Sturm geschüttelt hin und her! Ach! als die Totenglocke klang, Wie ward der Mutter so schwer!

O weh! nun liegt mein armes Kind In der Erde tief verscharrt! Über dem Grabe weht der Wind, Die Träne zu Eis mir erstarrt!

Der Wangen schöne Röselein Zerknickte der grause Tod so bald! Und die holden Äugelein Sind geschlossen und kalt!

O weh! nun liegt mein armes Kind In der Erde tief verscharrt! Über dem Grabe weht der Wind, Die Träne zu Eis mir erstarrt!

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