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1802–1850

An D. Klemm .

Nikolaus Lenau

O säume nicht, mit Wein, Gesang und Kosen Dein Herz zu frischen! sieh, die Jugend flicht In deinen Strauß schon ihre lezten Rosen, Bald wendet sie das holde Angesicht,

Und flieht und schwindet tief und tiefer immer Im Hain Vergangenheit — und kehret nimmer. Dann gilt's, empor zur Lebenshöh' zu dringen, Dann hörst du hinter dir im Blüthenthal

Das: „ Und deine Bahn wird glühend, schroff und kahl: Am Strauße, den die Jugend dir gewunden, Ist bald so Duft wie Farbenpracht verschwunden.

Und wallst du einst zur Abendherberg nieder, Tränkt kühler Thau den welken Blumenstrauß, Dann blüht er neu mit Duft und Farbe wieder; Du setzest müde dich vor's stille Haus,

Spielst mit dem Strauß, dem Kinde schöner Zeiten, Und schlummerst ein, — die Blumen dir entgleiten.

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