Sey mir zum leztenmal gegrüßt,
Mein Vaterland, das feige dumm,
Die Ferse dem Despoten küßt,
Und seinem Wink gehorchet stumm.
Wohl schlief das Kind in deinem Arm,
Du gabst, was Knaben freuen kann,
Der Jüngling fand ein Liebchen warm;
Doch keine Freiheit fand der Mann.
Im Hochland streckt der Jäger sich
Zu Boden schnell, wenn Wildesschaar
Heran sich stürzet fürchterlich,
Dann schnaubt vorüber die Gefahr:
Mein Vaterland, so sinkst du hin,
Rauscht deines Herrschers Tritt heran,
Und lässest ihn vorüberzieh'n,
Und hältst den bangen Athem an. —
Fleug, Schiff, wie Wolken durch die Luft,
Hin, wo die Götterflamme brennt!
Spül' mir hinweg, o Meer, die Kluft,
Die von der Freiheit noch mich trennt!
Du neue Welt, du freie Welt,
An deren blüthenreichem Strand
Die Fluth der Tyrannei zerschellt,
Ich grüße dich, mein Vaterland!