Der dunkle Wald umrauscht den Wiesengrund,
Gar düster liegt der graue Berg dahinter,
Das dürre Laub, der Windhauch gibt es kund,
Geschritten kommt allmählig schon der Winter.
Die Sonne ging, umhüllt von Wolken dicht,
Unfreundlich, ohne Scheideblick von hinnen,
Und die Natur verstummt, im Dämmerlicht
Schwermüthig ihrem Tode nachzusinnen.
Dort, wo die Eiche rauscht am Bergesfuß,
Wo bang vorüberklagt des Baches Welle,
Dort winket, wie aus alter Zeit ein Gruß,
Die längst verlassne, stille Waldkapelle.
Wo sind sie, deren Lied aus deinem Schooß,
O Kirchlein, einst zu Gott emporgeflogen,
Vergessend all' ihr trübes Erdenloos? —
Wo sind sie? — ihrem Liede nachgezogen!