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1667

Anflehung Himmlischer Hülffe

Laurentius von Schnüffis

Soll ich nun von der Buß zu schreiben mich befrechen Der ich doch solcher Kunst selbst unerfahren bin So muß das mir dein Geist O weiser GOTT einsprechen Und die Unwissenheit von mir gantz nemmen hin;

Sey mein Apollo dann du wahrer Musen-Meister Dein Blut O Jesu sey mein süsser Hippocren, Da will ich meine Sinn und halb-erstorbne Geister Wie auch mein dürre Zung frisch anzuseuchten gehn.

Maria sey von mir zur Pallas auserkiesen Die Mutter klugster Sinn und höchster Wissenschafft Die vor den Englen wird erleucht zu seyn gepriesen Die wird von Helicon mir bringen guten Safft.

Sion, so dort so schon auff blauer Höh' erbauet Sey meine Lorbeer-Hütt und Christlicher Parnass, Von dort hoff ich zu seyn wie Danaë, bethauet Von dorten ich den Thau dern göldnen Gnaden faß'.

Zu Gottes Lob und Ehr fang' ich dann an zu dichten (Ach daß es auch zum Heyl dern grossen Sündern sey!) Will nach des Himmels Port hertzhafft die Sägel richten So stoß ich dann von Land Glücks-Winde steht mir bey.

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