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3. Der Gärtner und der SchmetterlingFußnoten

Abraham Gotthelf Kästner

Ach gönne mir das Glück, mein Leben frey zu enden! So bat ein Schmetterling in seines Fängers Händen, Noch wenig Tage sind zum Fliegen mir erlaubt, Was hilft die Grausamkeit, die mir auch diese raubt?

Du weißt, der Blumen Schmuck wird nicht durch mich versehret, Ein unvermißter Saft ist alles, was mich nähret. Dein Flehen bringt mich nicht zu unbedachter Huld, Sagt ihm der Gärtner drauf, stirb jetzt für alte Schuld;

Wollt' ich der Raupe That dem Schmetterling vergeben, So wird sie hundertfach in deinen Jungen leben. Auch bey der Bessrung Schein befiehlt des Bösen Tod Das Uebel, das er that, und mehr noch, das er droht.

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