Skip to content
1802

Als ich schwer verwundet lag

Theodor Körner

Gott, laß mich nicht erliegen In meiner Wunde Brand! Laß nicht die Marter siegen – 's war ja fürs Vaterland! –

Verlaß mich nicht, du Milde, Der ich mich sonst bewußt, Decke mit deinem Schilde Die qualzerriss'ne Brust!

Der Kopf will mir zerspalten, Wild glüht des Auges Kreis, Doch meine Glieder kalten Wie in des Nordens Eis.

Von wut'ger Qual zertreten Der Geist im Staube schleicht. Laß mich nur einmal beten, Mein Gott, dann wird mir leicht!

Dein' Gnad' ist unverderblich! – Mut, wenn das Herz auch reißt! Der Leib, der Schmerz ist sterblich, Unsterblich ist der Geist.

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
Als ich schwer verwundet lag · Theodor Körner · Poetry Cove