Begrüß' ich dich, und folge meiner Pflicht,
Im Auge will sich eine Thräne regen;
Was sträub' ich mich? die Thräne schmäht mich nicht. —
Ach! wo ich wandle, sei's auf Friedenswegen,
Sei's wo der Tod die blut'gen Kränze bricht,
Da werden deine theuern Huldgestalten
In Lieb' und Sehnsucht meine Seele spalten.
Verkennt mich nicht, Ihr Genien meines Lebens,
Verkennt nicht meiner Seele ernsten Drang.
Begreift die treue Richtung meines Strebens,
So in dem Liede, wie im Schwerdterklang.
Es schwärmten meine Träume nicht vergebens;
Was ich so oft gefeiert mit Gesang,
Für Volk und Freiheit ein begeistert Sterben,
Laßt mich nun selbst um diese Krone werben.
Wohl leichter mögen sich die Kränze flechten,
Errungen mit des Liedes heit'rem Muth:
Ein rechtes Herz schlägt freudig nach dem Rechten.
Die ich gepflegt mit jugendlicher Gluth,
Laßt mich der Kunst ein Vaterland erfechten,
Und gält' es auch das eigne wärmste Blut. —
Noch diesen Kuß! und wenns der letzte bliebe,
Es giebt ja keinen Tod für unsre Liebe.