Der Morgen blüht;
Der Osten glüht;
Es lächelt aus dem dünnen Flor
Die Sonne matt und krank hervor.
Denn ach, mein Liebling flieht!
Auf welcher Flur,
Auf wessen Spur,
So fern von Iden wallst du itzt,
O du, der ganz mein Herz besitzt,
Du Liebling der Natur?
Vernimmst du auch
Im Morgenhauch
Das Ach, das Idens Brust entächzt,
Das Sehnen, drin ihr Herz zerlechzt,
Im kühlen Morgenhauch?
Was ahnest du,
Der Idens Ruh
Und Idens Freuden mit sich nahm?
Ach, ahnest du wohl Idens Gram,
Und flehst für Idens Ruh?
O kehre um!
Kehr um, kehr um!
Zu deiner Einsamtraurenden!
Zu deiner Ahnungschaurenden!
Mein Einziger, kehr' um!