Skip to content
1758–1818

Orpheus Hymne an den Mond .

Gotthard Ludwig Kosegarten

Höre mich, Königin, Göttin, du freundliche Schöne des Himmels, Luftdurchwandlerin, Dunkelerleuchterin, Sterne- regentin,

Nimmerermüdende Pilgerin, nimmer verlöschende Fackel, Ewig neugeboren, und ewig alternd und sterbend, Männliche, Fräuliche, Glänzende, Herrliche, Schim-

mergelockte, Stralenverspenderin, Rossetummlerin, Mutter der Zeiten, Alles belauschende Wächterin, Tänzerin himmli-

scher Tänze, Die du wandelst so gern in stillem traulichen Dunkel, Die du leuchtest so gern, so gern erquickest und

segnest, Die du führst im Triumph der Sterne jauchzende Reigen, Lichtumgürtet, umwallt vom weiten silbernen

Mantel — Komm, Holdselige, komm' in deiner Schöne, du Gute, Und mit mildem Strahl erfreue den flehenden Waller.

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
Orpheus Hymne an den Mond . · Gotthard Ludwig Kosegarten · Poetry Cove