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1758–1818

Odins Höllenfahrt .

Gotthard Ludwig Kosegarten

Rasch auf sprang der König gross, Sattelte sein kohlschwarzes Ross, Reitet die Schlücht' und Schründ' hindurch, Gelangt zu Helens düstrer Burg.

Sein gewahrt der Höllenhund; Weit aufsperrt er den grimmen Schlund. Dem Rachen grauss, den Hauern stark Entgeifert Schaum und Menschenmark.

Er schnaubt, er schnarcht den König an. Nichts irr't den zauberkundigen Mann. Mit funkelndem Auge, mit knirschendem Fang Mit lautem Geklaff verfolgt er ihn lang.

Der König schreitet raschen Schritts, Die Erd' erdröhnt der Kraft des Tritts. Furchtlos schaut er herab herauf, Der Hölle Pforten thun sich auf.

Rechts ein Pfeiler am östlichen Thor, Der König ihn zum Sitz erkohr, Wo tausend Jahr im Grabe tief Die zukunf

Der König schaut zum starren Nord. Dreymal raunt er das Runenwort. Dreymal schreibt er den Spruch in Sand, Der die Todten aus den Gräbern bannt.

Nun säuselt's aus hohler Tief hervor. Dumpf murmelt's in sein lauschend Ohr.

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