O Liebe!
Die mich bis in den Tod geliebt,
Die schmerzlich sich um mich betrübt,
Die für mich lebt' und litt und starb,
Und sterbend mir das Heil erwarb . . ,
O Liebe,
Sieh, wie ich mich betrübe,
Dass ich nicht gnug dich liebe.
O Liebe,
Die du für mich der Thränen Fluth,
Für mich verströmt dein rothes Blut,
Für mich dein Leben ausgestöhnt,
Den Vater sterbend mir versöhnt . . .
O Liebe,
Sieh, wie ich mich betrübe,
Dass ich nicht gnug dich liebe.
O Liebe,
O du in deinem Dornenkranz,
In deines Blutes Purpurglanz,
O sündebüssend Opferlamm,
Mein König und mein Bräutigam . . .
O Liebe,
Sieh wie ich mich betrübe,
Dass ich so lau dich liebe.
O Liebe,
Entzünd' in mir der Liebe Gluth,
Lass in der Wunden rother Fluth
Mich untergehn, gar untergehn,
Um nimmer, nimmer zu erstehn . . .
O Liebe,
Tilg' alle niedre Triebe,
Dass ich nur dich! dich! liebe!