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1758–1818

Nachtgesang.

Gotthard Ludwig Kosegarten

Tiefe Feyer Schauert um die Welt. Braune Schleyer Hüllen Wald und Feld.

Trüb und matt und müde Nickt jedes Leben ein, Und namenloser Friede Umsäuselt alles Seyn!

Wacher Kummer, Verlass ein Weilchen mich! Goldner Schlummer, Komm und umflügle mich!

Trockne meine Thränen Mit deines Schleyers Saum, Und täusche, Freund, mein Sehnen Mit deinem schönsten Traum.

Blaue Ferne, Hoch über mich erhöht! Heilge Sterne In hehrer Majestät!

Sagt mir, ist es stiller, Ihr Funkelnden, bey euch, Als in der Eitelkeiten Aufruhrvollem Reich?

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