Ihr Blumen, welche Sie geweiht,
Und die ich sorgsam aufgespart,
Ihr zaubert die Vergangenheit
Mir um zu lichter Gegenwart.
Sieh, Traute, diesen
Einst deiner Locken schlichte Zier.
Du flogst dahin in leichtem Tanz,
Sahst trüb mich stehn und gabst ihn mir.
Kennst du noch die
Hoch schwellte sie dein schlagend Herz.
Es schien der Mond. Der Abschied scholl.
Diess Blümchen brach des Abschieds Schmerz.
Sieh dieses Rosenzwillingpaar.
Einst strömt' es süsse Düfte dir.
Es welkt', es starb; und undankbar
Warfst du es hin. Ich barg es mir.
Diess güldne
Auf meiner
Du pflücktest es, Holdselige,
Und gabst es mir im Abendstrahl.
Dort, wo am Strand die Fluth sich bricht,
(du ruhtest auf dem mächt'gen Stein)
Gabst du mir diess
Nein, Traute, nie vergess ich dein.
Und als ich auf
Dir flehend in das Auge sah,
Erhörtest du das stumme Flehn,
Und nicktest ein erbarmend Ja.
Doch wenn ich euch, Cyanen, seh,
Ihr schmücktet jüngst noch Ihre Brust,
So überschwemmt mich selig Weh,
Mich überdrängt qualvolle Lust — —
O Blümchen, eurer jedes ruft
Erinnerungen mir ins Herz.
Zwar farbelos und arm an Duft,
Tränkt ihr mich doch mit Wonn' und Schmerz.
Ach, treuer Lieb' ist nichts gering,
Was sie durch treue Lieb' erwand.
Nicht feil ist ihr um Stern und Ring
Ein Blümlein aus geliebter Hand.