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1758–1818

I.

Gotthard Ludwig Kosegarten

Wem tönt des Hymnus Feyerklang? Wem rauscht der Lyra Hochgesang, Gleich Nachtigallenschlag itzt schmetternd und itzt leise?

Wen meinen unsers Päans Preise? Dich meinen sie, Allmächtige Harmonie. Heil dir, dir huldigt die Natur!

Beschworen, Himmlische, von deinem Zauberschwur Tanzt lustberauscht der Wald, hüpft lüstern rings die Flur — Und jene, die in nimmer müden Kreisen

Rings um das Herz des All's melodisch tönend reisen, Wer lenkt, wer zäumt, wer bändigt sie? Du thust's, allmächtige Harmonie! Dein süsses Tönen, Harmonie, erscholl

Und laut aufklangen des Abyssus Schründe. Des Lichtes nie erforschter Quell erschwoll Die alte Nacht erschrack; tief in des Abgrunds Versteckte, jeder Kraft beraubt,

Das Chaos sein geängstet Haupt. Hervor, o Harmonie, auf dein melodisch Werde Sprang lächelnd der Olymp, sprang thaubeperlt die Rings reihte sich der Sterne güldner Kranz.

In nimmer-lassen, nimmer-stummen Chören Begannen ihren Reigentanz Rund um den Quell des Lichts die ewig- Dein hehtes Tönen, Harmonie, erscholl,

Und Nacht und Chaos floh und Lieb' und

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