Blick auf, blick auf zur Sonne
O Auge, durch den Thränenflor!
Dem Gram entknospt die Wonne.
Aus Thränen keimt der Trost empor.
Der Iris Farbenfeuer
Durchstrahlt den grauen Duft,
Es hebt die Brust sich freyer
In abgestürmter Luft.
Süss mundet uns die Wonne,
Die wir mit Quaal bezahlt,
Und schöner strahlt die Sonne,
Die nach Gewittern strahlt.
Der Sonn' entgegen breitet
Die Lilie ihre weisse Brust.
Von Hoffnung aufgeweitet,
Ahnt die Verzweiflung Himmelslust.
Die Erde täuscht das Hoffen.
Der Durst bleibt ungestillt.
Doch steht die Heimath offen,
Für die das Herz erschwillt.
Was mich ergötzt blüht droben.
Nur droben grünt mein Glück.
Nach oben drum, nach oben
Schaut der bethränte Blick.