Freund, in welchen fernen Regionen, Welchen sterngestickten Himmelszonen, Schwebst du itzt auf unerspähter Bahn? Schaust im ungeheuren Weltenraume
Ebentheuer, welche selbst im Traume Kepler nicht, noch Galiläi sahn. Musterst du der Allmacht Kriegesheere? Siehst den drangen Halmwald ihrer Speere?
Horchst dem Sturmwind ihres Riesengangs? Siehst das Funkeln ihrer Blitzgeschosse, Hörst das Wiehern ihrer Flammenrosse, Und die Donner ihres Schlachtgesangs?
Fliegst du mit Weit und breit umher im Schlangenringe An dem Finger der Unendlichkeit? Ruderst du mit
In dem inselvollen Oceane Uferloser Unermesslichkeit? Landest itzt am Ufer der Itzt am Archipelag der
Itzt an Klimmst empor auf Rollst hinab auf An des Horizontes fernsten Rand?
Tauchest dich in Badest dich in Schwimmst im silbernen Steigst empor mit
Schiffst hinab des Milchwegs schroffen Bogen Bis zum Flammenschleudrer Staunst du ob Folgst begeistert seinem Siegeszuge
Durch der Urnacht alte Dämmerung? Bebst nicht vor Nicht vor Nicht vor
Fährst du mit Allvaters Sieges Siehst Siehst, wie Wie vor
Dubhe's goldne Mähnen auseinander stieben, Und der trotz'ge Oder flüchtetest du wallfahrtmüde Zu des
Pflegst auf seinem Söller stolzer Ruh? Siehst der Welten Labyrinthentänzen Sonder Stillstand, sonder Ziel und Gränzen In erhabener Bewundrung zu?
Schwebe, wo du schwebst, in welchen Fernen, Walle, wo du wallst, auf welchen Sternen — Weiss ich doch, dein wonnetrunkner Blick Schauet oft aus jenen Glanzgefilden
Wehmuthdämmernd nach dem blassen milden Mutterstern, der dich gebar, zurück. Wo dir sieben und zwanzig Lenze sprossten, Sieben und zwanzig Winter dich umschlossten,
Sieben und zwanzigmal der Herbst dein Haupt umflog; Wo in ihrem warmen Mutterschoosse Für das Gute, Wahre, Schöne, Grosse Dich die freundliche Natur erzog;
Wo manch gutes Herz sich zu dir fügte, Manches Freundes Arm sich um dich schmiegte, Mancher Fühlende sich an dich hing; Wo
Wo Und mein Jugendfreund auch dich umfing — Ja, ich weiss, du schaust mit sanftem Sehnen Oft hinunter nach dem Stern voll Thränen,
Der dich keimen, blühn und welken sah. Reifte doch dein Geist in seinen Strahlen, Wandeln doch in seinen stillen Thalen Noch Ellwina und Rosalia!
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