Du Starker, du Edler, Es grüsst dich mein Lied. Du König des Haynes, Du Vater der Waldnacht,
Im dämmernden Mondschein begrüsst dich mein Lied. Du Stolzer, du Starker, Du thürmest dein Haupt Seit grauenden Altern;
Es streute kein Gärtner Den kräftigen Samen, Der einst dich gebar. Es sahe kein Aug',
Als Säugling, den Starken; Es hörte kein Ohr Das Pfeifen des Schösslings im sausenden Nord. Dort steht er, der Starke,
Und schweigt und gebeut. Ihn zeugte die Erde; Ihn säugte die Sonne; Ihn wiegten liebkosend
Die Winde des Himmels. Ihn kleidet der Lenz in duftendes Saftgrün, In Crocus und Saffran der Herbst. Sein freuten sich schon
Die Kinder der Vorwelt. Du Grauer, der Barde besang dich, und kränzte Mit heiligem Laube den heiligen Schlaf. Der sterbende Barde
Hing Horn und Harfe Am seufzenden Ast. Den liebenden Jüngling, Das liebende Mägdlein
Umfingst du vertraulich, Und hülltest in schützende Schatten sie ein. Dort steht er, der Starke, In üppiger Kraft.
Wie schattet die Krone des Wipfels! Wie thürmet die Säule des Stammes! Die tausendzweigigen Wurzeln Durchflechten der Insel verborgenstes Mark.
Nachtsturm braust Im Walde der Scheitel. Es schüttelt den Grauen, und heult in den Grotten Des tausendjährigen Stamms.
Die Linde verbeugt sich. Es spaltet die Pappel. Die Ulme zerschillt. Die schwankende Tann' entwurzelt der Orkan, Und schleudert sie nieder ins sandige Thal.
Baum Gottes, du stehst. Baum Gottes, es grüsst Dein Wipfel die Sterne. Es webte die Wurzeln
Dein Schöpfer die Rippen der Erde hindurch. Mag heulen der Orkan! Mag prasseln der Donner! Mag zucken der rothe kreuzende Blitz! Dir bricht sich der Orkan. Dir schweigen die Donner.
Es kreuzen die schonenden Blitze vorbey. „so sang ich und schwieg. „es neigte der Starke „den Gipfel. Mich dünkte,
„als flistert's im Säuseln des Grauen mir zu:“ „„Sey, Jüngling, dem Starken, „„Dem Festen sey gleich!““
Cookies on Poetry Cove