Freund, in welchen fernen Regionen, Welchen sterngestickten Himmelszonen, Schwebst du itzt auf unerspähter Bahn? Schaust im ungeheuren Weltenraume
Ebentheuer, welche selbst im Traume Kepler nicht, noch Galiläi sahn. Schwärmst du etwa mit des Strahles Schwinge Hie und dorthin in dem Schlangenringe,
Den des Ew'gen Finger trägt und hält? Forschest lüstern nach dem Quell der Schwere, Schiffst auf Untersuchest
Landest itzt am Ufer der Itzt am Archipelag der Am Gestad' itzt des Stürzest jetzt dich in des
Schwimmst hinunter dann des Milchstroms Fluthen, Bis zum glorievollen Oder flüchtetest du wallfahrtmüde Zu des
Pflegst auf seinem Söller stolzer Ruh? Siehst der Welten Labyrinthentänzen Sonder Stillstand, sonder Ziel und Gränzen In erhabener Bewundrung zu?
Schwebe, wo du schwebst, in welchen Fernen, Walle, wo du wallst, auf welchen Sternen — Weiss ich doch, dein wonnetrunkner Blick Schauet oft aus jenen Glanzgefilden
Wehmuthdämmernd nach dem blassen milden Mutterstern, der dich gebar, zurück, Wo du viermal sieben Sommer säumtest, Deiner Kindheit holde Träume träumtest,
Deiner Jugend Auen froh durchflogst. Wo du lüstern aus dem Nektarbusen Der Natur, dem Honigmund' der Musen Freude, Freyheit und Begeistrung sogst;
Wo des Wissens Kelch dich itzt erquickte, Itzt der Dichtung Zauber dich entzückte, Itzt der Ahnung Schauder dich durchdrang; Manch befreundet Herz sich an dich schmiegte,
Manch verwandter Geist sich zu dir fügte, Mancher Arm vertraulich dich umschlang. Ja, ich weiss, du schaust mit sanftem Sehnen Oft hinunter nach dem Stern von Thränen,
Aus des Empyräums heilger Nacht. Reifte doch dein Geist in seinen Strahlen, Wird doch dein in seinen stillen Thalen Lange noch mit Lieb' und Leid gedacht!
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